Deutsch
English
Wählen Sie Ihre Sprache:
Choose your language:
Details
Start  Aktuelles  Neuigkeiten  Details

KVM-Lösungen für Remote-Tower-Kontrollräume

Die Idee „Remote Tower“ ist nicht wirklich neu, aber aktueller denn je. Das Konzept dahinter ist, den Luftverkehr aus der Ferne zu überwachen. Kleine Flughäfen mit geringem Flugaufkommen werden bereits heute aus der Ferne aus Tower-Centern kontrolliert.

Arbeitsplätze ergonomischer gestalten, Rechnertechnik auslagern und remote in Echtzeit bedienen – möglich dank KVM

So können Kapazitäten gebündelt und effizienter genutzt werden. An- und Abflug sowie die Flugbewegungen auf dem Vorfeld können dank RTC-Konzepten remote gesteuert werden. Hochauflösende Infrarot-Kameras nehmen die Flugbewegungen und jegliches Geschehen auf Start- und Landebahnen in einem Radius von 360 Grad auf und übertragen die Bilder hochauflösend in den Remote Tower an den dort sitzenden Lotsen. Die einzelnen Bildsegmente werden im Kontrollraum dank modernster Technik zu einem 360-Grad-Gesamtbild zusammengefügt und auf einer riesigen Bildschirmwand oder in einem Panoramafenster dargestellt. So behalten Lotsen das Geschehen am oftmals Hunderte von Kilometern entfernten Flughafen jederzeit im Blick.

Dieser innovative Ansatz setzt sich immer weiter durch und mittlerweile gibt es erste Flughäfen, die komplett aus der Entfernung kontrolliert werden. Beispielsweise steuert die Deutsche Flugsicherung (DFS) seit Dezember 2018 den Saarbrückener Flughafen komplett remote aus Leipzig. Auch die Flughäfen Erfurt, Dresden und Friedrichshafen sollen folgen.

Was passiert eigentlich im Remote Tower Control Center?

Im Control Center sitzen die Lotsen in der Regel vor mehreren hochauflösenden Bildschirmen und verrichten bei höchster Konzentration ihre verantwortungsvollen Aufgaben. Sie haben keinen realen Sichtkontakt zu Start- und Landebahnen und vertrauen komplett auf die hochentwickelte Technik. Das Geschehen am entfernten Flughafen wird rund um die Uhr auf einer riesigen Bildschirmwand gestreamt. Welche Menge an Technik und Rechnerkapazitäten damit verbunden ist, mag man sich schwer vorstellen. Undenkbar eigentlich, die gesamte Rechnertechnik hier im Remote Tower Center unterzubringen.

Die Computer mit ihren leistungsstarken Prozessoren bedingen nicht nur hohe Geräuschemissionen, sondern auch erhebliche Abwärme. Mehrere Rechner unter dem Lotsen-Pult zu platzieren, würde zudem die Ergonomie massiv einschränken. Daher ist die Frage, wie man die Rechnertechnik bündelt, auslagert und zentralisiert und die Arbeitsumgebung ergonomischer gestaltet, hier ganz zentral.

Rechnertechnik aus Remote Tower auslagern und in Echtzeit aus der Entfernung bedienen – dank KVM

KVM-Produkte von G&D ermöglichen die räumliche Auslagerung der Rechnertechnik und deren Bedienung aus der Entfernung – in Echtzeit, latenzfrei und bei hoher Performance. Namhafte Flugsicherungen wie DFS, Eurocontrol und Hungaro Control setzen KVM-Produkte des deutschen KVM-Herstellers Guntermann & Drunck GmbH (G&D) ein.

Der Begriff KVM steht für Keyboard, Video und Maus und bezeichnet die entsprechenden Schnittstellen eines Rechners. Die ausgelagerte Computertechnik wird in einem Serverraum untergebracht und via KVM-Rechner- und Arbeitsplatzmodule über CAT-Kabel, Lichtwellenleiter oder über IP-Strukturen an den entfernten Arbeitsplätzen hochauflösend und latenzfrei verfügbar gemacht. Die Lotsen bedienen die Rechner quasi aus der Entfernung, in Echtzeit, bei höchster Verfügbarkeit und ohne Qualitätsverlust im Bild. Zudem können sie mit nur einem Set aus Keyboard und Maus mehrere Rechner gleichzeitig bedienen und somit peripherie-sparend und ergonomisch arbeiten.

Für den Lotsen macht es keinen Unterschied, wo sich der Rechner befindet. Die Matrix schaltet und verlängert die Rechnersignale verlustfrei und latenzfrei in Echtzeit. Die Lotsen können ihre Arbeit weiter wie gewohnt verrichten, ohne überhaupt einen Unterschied in der Arbeit mit dem Rechner zu bemerken.

Das ABC des KVMs

KVM-Extender verlängern Rechnersignale als 1:1-Verbindung und bestehen aus einem Rechner- und einem Arbeitsplatzmodul. Dabei können die Rechner aus Entfernungen bis zu 10.000m unter Beibehaltung der Echtzeit-Performance bedient werden. KVM-Switches ermöglichen wiederum eine 1:n-Verbindung, d.h. mehrere Rechner können über einen Arbeitsplatz peripheriesparend und benutzerfreundlich bedient werden. Noch spannender wird es, wenn mehrere Lotsen-Arbeitsplätze simultan auf mehrere Rechner zugreifen, quasi als flexible n:m-Verbindung. Diese Möglichkeit bieten KVM-Matrixsysteme, die selbst größte IT-Installationen flexibel abbilden können. Ein Matrixsystem besteht aus einem Zentralmodul und mehreren Rechner- und Arbeitsplatzmodulen, die die Computer für die Anwender in Echtzeit verfügbar machen.

Mit Hilfe von G&Ds KVM-Matrixsystemen können hochflexible Remote Tower Center umgesetzt werden und wenn notwendig, mehrere dutzende oder gar hunderte von Rechnern und Arbeitsplätzen miteinander verbunden werden. Die Systeme sind hoch flexibel und individuell konfigurierbar.

Bei Flugsicherungen herrscht zurecht höchste Sicherheitsstufe. Die Anforderungen an die Sicherheit der Technik und deren Redundanz sind hoch. Dank KVM können exakte Anforderungen an Voll-Redundanz implementiert werden, wobei sowohl die Rechner als auch das Matrixsystem redundant ausgelegt werden können. KVM-Systeme greifen als Hardwareumschalter nur auf die Standard-Schnittstellen des Rechners zu. Somit benötigen sie keine Softwareinstallation und laufen unabhängig vom Betriebssystem – ein weiterer Sicherheitsaspekt in Bezug auf Cyber-Security.

Präventives System Health Management durch SNMP & Monitoring

Dank einer Monitoring-Funktion werden die KVM-Geräte von G&D intern überwacht. Informationen über die angeschlossene Peripherie und deren Status ist für die Administratoren jederzeit einsehbar. Mit SNMP kann eine präventive Beobachtung der Systeme erfolgen. Die überwachten Werte werden als SNMP-Trap versendet und dem technischen Personal zur Verfügung gestellt. Die Techniker können via SNMP-GET eigeninitiativ Werte abfragen und so die Systemzustände der KVM-Geräte und der angeschlossenen Peripherie präventiv beobachten. Das automatische Umschalten zwischen Haupt- und Redundanz-Rechner wird somit dank der SNMP-Überwachung der Betriebszustände aller KVM-Komponenten sichergestellt.

Die KVM-Systeme von G&D unterstützen Flugsicherungen dabei, ihre IT optimal zu gestalten, um einen effizienten RTC-Betrieb mit steigender Produktivität und Erhöhung der Genauigkeit der Flugplanung zu gewährleisten – natürlich bei gleich hoch bleibender Flexibilität und höchstem Sicherheitsniveau.

Registrieren Sie sich für unseren Newsletter

Ansprechpartner:

Herr Jochen Bauer
Tel.: 0271 23872-0

Kontakt

Neues bei G&D

Der KM-Switch TradeSwitch als bewährter „Mäusefänger“ in der Flugsicherung

Weiterlesen

Der KM-Switch TradeSwitch als bewährter „Mäusefänger“ in der...

Weiterlesen

KVM-Experte präsentiert erweitertes IP-Portfolio für APACs Broadcast-Professionals.

Weiterlesen

KVM-Experte präsentiert erweitertes IP-Portfolio für APACs...

Weiterlesen

Das umfangreiche KVM-Portfolio des deutschen Herstellers G&D zeichnet sich im Schwerpunkt bislang durch Systeme mit dedizierter Übertragung...

Weiterlesen

Das umfangreiche KVM-Portfolio des deutschen Herstellers G&D zeichnet...

Weiterlesen