Schöne Bescherung

OOC in Stavanger

Intro
Der Heiligabend 1969 war für Norwegen ein ganz besonderer.  An diesem Tag wurde das Ekofisk-Feld auf dem Kontinentalschelf entdeckt. Diese Entdeckung war der Startschuss für einen wahren Ölboom an der Nordsee. Und der Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte Norwegens. Heute ist die Öl- und Gasförderung in der Nordsee ein elementarer Bestandteil der norwegischen Wirtschaft. Doch die Offshore-Operationen sind nicht ungefährlich. Um weder die Gesundheit der Angestellten noch deren Sicherheit oder die Umwelt zu gefährden, braucht es nicht nur große technische Lösungen, sondern auch kleine, unsichtbare Helfer im Hintergrund.

Infos zu unserem Kunden AKER BP

Aker BP ist ein 2001 gegründetes, norwegisches Unternehmen der Öl- und Gasindustrie. Neben dem Hauptsitz in Lysaker besitzt das Unternehmen weitere Niederlassungen in Trondheim, Stavanger, Oslo und Harstad und beschäftigt knapp 1400 Mitarbeiter. Mit einem Umsatz von 2,56 Milliarden US-Dollar (2017) gehört es in Norwegen zu den wichtigsten Unternehmen der Branche.
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Fjord in Norwegenundefined

Aus größer wird besser – und aus OOC wird OCC

Mit der Notwendigkeit der Vergrößerung wuchs der Wunsch, nicht einfach nur mehr Raum zu schaffen, sondern etwas völlig Neues entstehen zu lassen. Aus den klassischen Kontrollräumen sollte ein „Mehrzweck-Kollaborations- und Interaktions-Center“ werden, das ganz flexibel genutzt werden kann. Das Center sollte die Zusammenarbeit der Kollegen auf See und auf Land völlig neu definieren und digitalisieren. So entstand die Idee zum neuen Onshore-Kollaborationscenter – kurz OCC.

Die Helfer im Hintergrund

Bei der technischen Neugestaltung des OCC und der sicheren und zuverlässigen Verbindung von On- und Offshore spielten KVM-Lösungen eine zentrale Rolle – und blieben dabei ganz diskret im Hintergrund: Sie sind für den Anwender unsichtbar, das Umschalten der Rechnertechnik, der Videofeeds und weiterer Anwendungen funktioniert über integrierte Touchpanels an den Arbeitsplätzen.

KVM-Lösungen für höchste technische Anforderungen

Die technischen Anforderungen an das neue Onshore-Kollaborationscenter waren extrem hoch und vielfältig: Für die KVM-over-IP™-Systeme benötigte man 1GBit Bandbreite. Zudem sollten die Geräte via API-Schnittstelle leicht in die Videocontroller-Technologie zu implementieren sein. Aker BP beauftragte G&D, um von der Expertise im Bereich KVM-Lösungen zu profitieren und zu gewährleisten, dass die technische Installation möglichst sicher und zuverlässig aufgebaut werden kann.

Das Rückgrat der IT

Mithilfe von KVM-Lösungen können nun alle Rechner im OCC in zugangsgesicherten Serverräumen räumlich abgesetzt und latenzfrei in Echtzeit remote bedient werden. Die Videofeeds der auf den Bohrinseln vorinstallierten Überwachungskameras laufen hier zusammen und können sowohl auf den Controller-Arbeitsplätzen als auch auf Videowänden flexibel geschaltet werden. Alle Prozesse, die nun über die riesigen Bildschirme, Projektions- und Leinwände in Konferenz-, Besprechungs- sowie Kontrollräumen laufen, werden im Hintergrund von den KVM-Systemen gestützt.
Die KVM-Technik  tritt praktisch für die Anwender nicht in Erscheinung, stellt aber das Rückgrat der gesamten IT dar – ein unsichtbarer Helfer im Hintergrund.
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KVM-Experte Andreas Gerlach
Global Innovation & Solution Architect bei G&D

Hightech an der Nordsee

Das neue OCC in Stavanger beherbergt nun fünf Kontrollräume, aus denen Aker BPs fünf Offshore- Plattformen überwacht werden. In jedem der Kollaborationsräume befinden sich vier Controllerplätze, einer davon als Master-Arbeitsplatz. Alle Controller-Desks sind mit mehreren Monitoren ausgestattet. In jedem Raum ist eine High-End-Videowand installiert, auf der die Videofeeds der Offshore-Überwachungskameras eingespielt werden. Vom Master-Arbeitsplatz aus kann die Videowand gesteuert, die Videofeeds getauscht und die Server umgeschaltet werden.
600
KVM-over-IP-Extender-Strecken
02
Redundante ControlCenter-IP Matrix-Systeme
300
KVM-over-IP Endgeräte im OCC

Fokus auf Benutzerfreundlichkeit

Um die Arbeit der Mitarbeiter benutzerfreundlicher zu gestalten, wurden alle Controller-Plätze mit CrossDisplay-Switching sowie der Screen-Freeze-Funktion ausgestattet. Außerdem wurde ein CrossDisplay-Switching-Frame aktiviert, sodass die Anwender zu jeder Zeit sehen können, welche Monitor-Rechner-Konstellation gerade aktiv ist. Für die weitreichende Sicherheit sorgt zudem die MatrixGuard-Funktion der ControlCenter-IP-Systeme. Hiermit können ausgesprochen sichere, redundante Cluster in KVM-over-IP-Umgebungen realisiert werden.

VLAN für größte Sicherheit

Insgesamt sind rund 13 unterschiedliche Systeme an die KVM-Infrastruktur angebunden. Die Anforderungen an die Systeme sind sehr hoch, denn sie müssen höchste Verfügbarkeit, Ausfallsicherheit und Redundanz ermöglichen – dafür sorgen VLAN und geroutete Netzwerke. Die Systemarchitektur basiert auf mehreren unabhängigen VLANs. Anwender aus den einzelnen Kontrollräumen dürfen somit nicht auf die Server der benachbarten Kontrollräume zugreifen bzw. diese gar nicht sehen.

Für die Zukunft gerüstet

Mit dem Bau des neuen OCCs in Stavanger hat Aker BP deutliche Vorteile für den gesamten Geschäftsbetrieb, den Komfort der Mitarbeiter und vor allem für die Effizienzsteigerung in allen Prozessen hinzugewonnen. Doch auch in Zukunft bleibt es bei Aker BP spannend. Um seine operative Exzellenz auszubauen, plant das Unternehmen weitere Kollaborationscenter an anderen Standorten. Mit einer robusten und äußerst flexiblen Infrastruktur und der bestmöglichen Technik sind sie ideal für weiteres Wachstum gerüstet.

Geschichte der Öl- und Gasförderung in Norwegen

Nachdem man bereits 1959 in den Niederlanden auf Gas gestoßen war, galt es als sicher, dass es auch in der Nordsee Vorkommen geben muss. Daher begann man auch vor den Küsten anderer Nordsee-Anlieger mit der Suche nach Öl und Gas. Neben den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark, stieg auch Norwegen nun in den Ring. Schnell war klar, dass geklärt werden musste, wer auf welche Gebiete ein Anrecht hat. Letztlich einigte man sich 1963 und teilte die Gewässer und den Meeresboden nach dem sogenannten Mittellinien-Prinzip auf. Norwegen sicherte sich damit die Rechte an einer Fläche, die fast so groß ist wie das gesamte norwegische Festland selbst. Erste Versuchs-Bohrungen erfolgten ab 1966, doch erst drei Jahre später, an Heiligabend 1969 stieß man auf das Ekofisk-Feld, das erste kommerziell interessante Gasvorkommen. Seitdem ist das Geschäft mit Gas und Öl stetig angewachsen und macht heute fast die Hälfte der norwegischen Exporte aus!

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